DJ Jenz

1987 begann DJ Jenz im Alter von 14 Jahren die ersten HipHop Scheiben zu kaufen. 1988, angefixt von dem Bonus Scratch Album von DJ Jazzy Jeff (He..s the DJ I..m The Rapper), besorgte er sich zwei Turntables und lernte jeden Tag die Kunst des scratchens. Damals hat er mit Roman (Roe Beardie von Headrush) zusammen die ersten Gehversuche mit einem Amiga unternommen, was es heißt Beats selber zu bauen. Später kam ein Casio FZ1 Sampler und eine Alesis HR16 dazu. Als dann noch Emanuel (Hedrush) mit seinem AKAI Sampler ins Boot kam, war es nicht mehr weit bis zur ersten Veröffentlichung.

Nach einer zweijährigen Experimentier-Zeit legte DJ Jenz ab 1992 jeden Mittwochabend zusammen mit DJ Tor-Tee, Daniel P (jetzt Daniel Sampaa), Bene (Tom), Denny D und Selle im “Nebenan” (Wolke) auf. Das war einer der ersten Cafés, die zum gepflegten Bier HipHop Tunes von Vinyl spielten. Befreundete Gast-DJ..s, wie Oliver Bondzio, Tapesh, Massimo, etc. sorgten für ein buntes Publikum. Das Wolke DJ-Team bildete eine eigene Crew “D-Town-Syndicate”.

Mittlerweile scratchte sich DJ Jenz durch die deutsche Jam-Landschaft und man durfte auf keinem HIPHOP Event fehlen. So lernte man Leute wie Torch, Scopeman, Lifeforce, Rick Ski, Tatwaffe, Fast Forward, Future Rock, GQ… und auch Rapper wie Ono von Walkin..Large kennen, für die man zusammen mit den Headrush Jungs dann die erste Maxi Single produzierte.

1993 gründete DJ Jenz zusammen mit 2-Fresh-T und Babak das Label Grasshoppa und brachte die Compilation “Düsseldorf Lebt!” heraus. Unter dem Namen Grasshoppa machten sie dann auch die ersten Konzerte, Jams und Battles. Anfangs noch im Rheingoldsaal machten sie auch einen eigenen Club “G-Hoppa” in Düsseldorf auf. Einer der Highlights war mit Sicherheit die “X-Mas Jam ..93″ im Mahlkasten. Mittlerweile gab es auch im frisch gegründeten Headrush-Studio einiges zu tun.

1994 wurde DJ Jenz neben Rick Ski zum Live DJ vom Blitz Mob. Dort scratchte und produzierte er auch fleißig mit. So half er Future Rock bei den Studioarbeiten im Blitz Labor unter anderem an den Produktionen von MC Rene, Äi Team, Final Conflict und der Firma. Durch die Zusammenarbeit mit dem Blitz Mob produzierte er dann auch die D-Tex-Law Maxi “Die Urbane Kultur”, die zum offiziellen adidas Streetball Song 1994 wurde. Zur gleichen Zeit tourte er als Show-DJ mit den Flying Steps im Rahmen von adidas Streetball durch ganz Europa. Für vier Jahre.

Langsam aber sicher legte er sich selbst Equipment zu. Als erstes gab es einen Akai S3000i, ein Atari, ein Eurodesk und ein Alesis ADAT. Aus der Küche wurde kurzer Hand eine Gesangskabine. Das Equipment reichte damals aus, um die ersten Jobs zu machen. So wurden Demos für Kaelimetz und Al Dente, sowie Vinyls für Michelmann Bass produziert. Durch die Bekanntschaft von den Geächteten Propheten (Kiru L & Ultraviolett) fand er Freunde, mit denen er produzierte und jamte, was das Zeug hielt. Kiru L war der erste Rapper, mit dem er sehr intensiv zusammengearbeitet hat. So ergab es sich auch, dass sie mit den ersten Tracks auf diversen Compilations, wie “Reimattacke 97..” und “Sprechstunde” untergebracht wurden.

1997 hatte DJ Jenz genug Equipment, um in ein Studio umzuziehen. Mit Kiru L zusammen baute er das BilkBass Studio in Düsseldorf Bilk. (Wo sonst?). Durch die professionellen Umstände eines Musikstudios und seinen Aktivitäten wurde DJ Jenz schnell zum gefragten Produzent und Mischer in Düsseldorf und Umgebung.

Ab 1999 traf man sich jeden Donnerstagabend in dem Düsseldorfer Jugendzentrum an der Icklack. Initiator war Killa Calles, um den sich anfangs nur zwei drei Breaker und nicht sehr viel mehr Freestyler scharrten. Doch von Woche zu Woche kamen mehr und mehr Frestyler, DJ..s, Breaker und Maler zusammen. Leute wie DJ Jenz, Jesen, MC Pitza, DJ Ruki, DJ Cebu, Killa Calles, Million, Play, MC Simmel, Mik4040, Mr. Smax , Cyko MC und Fu von hiphop.de waren sich einig, dass man das Potential von allen gemeinsam nutzen muss. Und so entstand der “Icklack Squad”.

2000 beschlossen DJ Jenz, Cabite und Daniel nach fünf Jahren Pause, wieder Mittwochs in der Wolke aufzulegen. Man gab dem Abend den Namen “Moderne Barmusik”. Es gab zu diesem Zeitpunkt keinen Laden in ganz Düsseldorf, in dem unter der Woche HipHop gespielt wurde! Dort lernte DJ Jenz den frisch in die Stadt gezogenen Adi kennen, der von HipHop in der Wolke gehört hatte. Zufällig plante DJ Jenz bald ein Freestyle Tape mit dem Icklack Squad im BilkBass Studio aufzunehmen. Und so lud er Adi zu dieser Session ein. Es entstand die erste Veröffentlichung des Icklack Squads “Aus den Kellern ins Penthouse”. Von da an war Adi mit am Start vom “Icklack Squad”.

2001 brachte der Icklack Squad das zweite Tape “Alte Scheiße” heraus, auf dem alle alten Demo-Tracks des Squads zusammengesucht wurden. Auf Grund gleicher Interessen produzierte DJ Jenz von nun an Million und Adi, die sich “Millionadi” tauften. Auch Killa Calles war fleißig und nahm seine Maxi “Düsseldorf..s Finest” im BilkBass Studio auf. Zu der dann auch ein Video gedreht wurde.
Etwa zur gleichen Zeit schloss DJ Jenz einen Deal mit dem Wu-Tal Label. Nach Veröffentlichung der True Headz Maxi war DJ Jenz mit seinem BilkBass Studio der jenige, der alle Veröffentlichungen von Wu-Tal aufnahm und mischte. DNF, Nimmzwai und Millionadi. Gemastert wurde entweder im Toolhouse oder bei Headrush.

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